Fragen und Antworten
Fragen und Antworten
1 Wer, wie und was?
Seit dem 22.09.2004 betreibt die katholische Pfarrgemeinde St. Wolfgang auf ihrem Kirchendach eine eigene Photovoltaikanlage (PV-Anlage). Mit diesem Projekt ist St. Wolfgang die erste Kirchengemeinde der Region Dieburg, die mit einem eigenen Sonnenkraftwerk umweltverträglich Strom erzeugt.
2 Wie viel Strom produziert das Sonnenkraftwerk?
Die PV-Anlage von St. Wolfgang liefert elektrischen Strom. Insgesamt produziert die erste Anlage aus dem Jahr 2004 mit 64 Module mit je 160 Watt jährlich ca. 9.000 kWh. Die 90 Module der zweiten Anlagen liefern jährlich ca. 19.000 kWh. Die Monatserträge finden Sie in der Rubrik "Aktuelles". http://www.kirche-unter-strom.de/Joomla-strom/content/blogsection/12/95/
3 Wie viel Strom verbraucht die Gemeinde St. Wolfgang pro Jahr?
Der Stromverbrauch von St. Wolfgang beläuft sich auf ca. 25.000 kWh pro Jahr.
4 Was kostet eine solche Anlage?
Die Gesamtkosten des 30,04 kWp-Sonnenkraftwerkes beliefen sich auf insgesamt 147.000 €.
5 Wie wurde die PV- Anlage finanziert?
Die Photovoltaikanlage wurde durch Spenden und Darlehen von Gemeindemitgliedern finanziert.
6 Was erbringt die Solaranlage?
Die Gemeinde bekommt von der VNB 20 Jahre lang 57,4 Cent (für die 1. Anlage) bzw. 49.2 Cent (für die 2. Anlage) pro eingespeister kWh vergütet. Das sind ca. 17.000 € pro Jahr.
7 Wo kann ich die momentane und die bislang erbrachte Leistung der Photovoltaikanlage ablesen?
Auf einem Display an der Außenwand des Kirchengebäudes, neben dem Haupteingang der Kirche, kann die momentane Leistung (in Watt), das ist die aktuelle Einstrahlung in der Modulebene, die Tagesleistung (in kWh) und die aufaddierte elektrische Arbeit seit dem 22.09.2004 (Geamtleistung in kWh) abgelesen werden.
8 Wann „erntete“ die Anlage ihren bisher höchsten Tagesertrag?
Am 09. Mai 2008 wurden 203,4 kWh in das Stromnetz eingespeist.
9 Läuft die Anlage wartungsfrei, sind Kosten für den Betrieb erforderlich?
Die Bauteile sind nahezu wartungsfrei. Während der Laufzeit werden Leistungs-kontrollen durchgeführt (Erkennen und Beseitigen von Solarmodulverschmutzungen, Kontrolle von Kabeln und Anschlüssen, Wechselrichter- Funktionskontrollen), um den höchstmöglichen Solarstromertrag zu erzeugen. Es kann sein, dass die Wechselrichter nicht länger als 10 Jahre problemlos arbeiten. In den meisten Fällen muss er innerhalb des Zeitraums repariert/ausgetauscht werden. Aus diesen Gründen haben wir, für Wartung und Reparaturen einen jährlichen Betrag von 1 % der Investitionssumme in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Solaranlage aufgenommen.
10 Wie lange halten die Solarmodule?
Gibt es einen Leistungsabfall bei langer Betriebsdauer? Die Langzeiterfahrungen (mehr als 40 Jahre) zur Haltbarkeit gibt es bisher nur aus dem Weltall. Dort arbeiten die Module bisher einwandfrei. Für die Module auf dem Kirchendach gibt es eine Leistungsgarantie des Herstellers, die besagt, dass nach 25 Jahren noch mindestens 80% der Nennleistung erzielt werden.
11 Was passiert wenn die Anlage durch Sturm/Hagel/Blitzschlag o. ä. ausfällt?
Das ist zum Teil integriert in die bestehende Gebäudeversicherung. Weiterhin wurde eine Solarversicherung abgeschlossen.
12 Wie viel Kohlendioxid erspart die Solaranlage auf dem Kirchendach von St. Wolfgang?
Die Anlage trägt zu einer Reduzierung der Kohlendioxid- (CO2 -) Emissionen von ca. 18 Tonnen pro Jahr bei. Eine Kilowattstunde erzeugter Solarstrom verdrängt fossilen Strom aus dem Netz, dessen Herstellung ca. 0,6 kg CO2 emittiert. (Quelle: Broschüre „Erneuerbare Energien in Zahlen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom Juni 2009
13 Wie viel Tonnen des Treibhausgases CO2 verursacht jeder Bundesbürger?
Durch den Energieverbrauch eines Durchschnittsbundesbürgers werden jährlich ca. 10 Tonnen des Klimakillers CO2 in die Atmosphäre abgegeben. (Quelle: Bayrisches Landesamt für Umweltschutz)
14 Gibt es noch weitere Möglichkeiten zur Verringerung des Klimakillers CO2?
Pflanzen und vor allem Bäume tragen durch die Speicherung von Kohlenstoff zur Verringerung des Treibhausgases CO2 bei. Kranke Bäume in unseren Wäldern können diese Aufgabe nur noch begrenzt erfüllen. Die beste Art ist auf jeden Fall die Vermeidung von C02-Ausstoß: Ø zu Fuß oder Rad anstelle Auto Ø Licht aus, wenn’s nicht gebraucht wird Ø niedrigere Raumtemperatur Ø Kfz mit Biokraftstoffen (z. B. Pflanzenöl) betreiben Ø Energieeffizientere Maßnahmen umsetzen Ø und viele 1000 andere Maßnahmen mehr… Natürlich gibt es noch weitere Erneuerbare Energien: Windkraft, Wasserkraft, Geothermie, Bioenergien
15 Werden die Solarmodule „umweltfreundlich und energiesparend“ hergestellt?
Bereits nach ca. 3 ½ Jahren haben die heutigen Module die Energie, die zur Herstellung notwendig war, wieder erzeugt. Aufgrund der Weiterentwicklung bei der Herstellung der Grundstoffe und der Menge der hergestellten Module wird sich die Umweltbilanz noch weiter verbessern. Wir wollen nicht verschweigen, dass bei der Herstellung von Modulen Chlorchemie zum Einsatz kommt. Hier kommen Kreislauf-Verfahren zum Einsatz, die die umweltfreundliche Herstellung der Solarmodule gewährleisten.
16 Lassen sich die Solarmodule später recyceln?
Die verwendeten Materialien sind aus natürlichen Materialien hergestellt, die sich problemlos recyceln lassen. Der Aluminiumrahmen ist ebenso voll recycelbar.
17 Was hat das alles mit „Entwicklung und Frieden“ zu tun?
Die Sonne macht keinen Unterschied zwischen Nord und Süd, arm und reich oder schwarz und weiß. Dagegen sind die weltweiten Reserven nicht-erneuerbarer, fossiler Energieträger wie Öl, Gas, Kohle und Uran begrenzt. In Zukunft werden sich diese noch mehr verteuern, wie wir das aktuell an den Benzin- und Heizölpreisen feststellen können. Wenn wir nicht weiter in erneuerbare Energie investieren, wird das bei uns und vor allem in den Entwicklungsländern zu noch mehr Verarmung führen. Viele Kriege entstanden nur aus dem Kampf um Öl, Uran, Gas und Kohle.
18 Was hat der Glaube mit „Bewahrung der Schöpfung“ zu tun?
Die Grundlage für den Begriff „Bewahrung der Schöpfung" bildet der unerschütterliche Glaube, dass alles Leben heilig ist, weil Gott der Schöpfer des Lebens ist, und dass alle Formen des Lebens untereinander verbunden und in Beziehung zueinander und zu Gott stehen. Es ist unsere Aufgabe unseren Kindern und Enkeln eine intakte Welt zu übergeben. Ausbeutung und Zerstörung der Natur sind verantwortungslos und gottlos. Bei uns genauso, wie überall in der Welt.
19 Ist das Aufgabe der Kirche?
Der Mangel an Anerkennung und Ehrfurcht vor dem Leben in unserer Zeit verlangt von uns eine Umkehr, die an das Wesen unseres Denkens und Tuns rührt. Solche Bekehrung hat ihre Wurzeln in der Heiligen Schrift und führt zur Veränderung unserer Haltung, unserer Beziehungen und von Strukturen. Aus unserem Glauben heraus sind wir aufgerufen, uns zu einer neuen Weise des Daseins in unserer Welt stark zu machen. Die Aufgabe von Kirche besteht heute nicht nur darin, über den Schutz der Schöpfung, über Entwicklung und Frieden zu reden, sondern Taten für sich sprechen zu lassen. Die Welt erwartet von Kirche, zur Heilung unseres verwundeten, zerrissenen Planeten beizutragen. Nur so ist Kirche glaubwürdig und fit für die Zukunft.
20 Welche Vorteile bringt eine Photovoltaikanlage?
Diese Solaranlage ist ein Beispiel für die sinnvolle und effiziente Nutzung erneuerbarer Energien. Die Einnahmen kommen der Gemeindearbeit und dem Straßenkinderprojekt „Miguel Couto" zu Gute. Sie ist ein sichtbares Zeichen unserer christlichen Verantwortung für Entwicklung und Frieden in der Welt und für den Erhalt der Schöpfung.
21 Was ist das Ziel von „Kirche unter Strom“?
Aus unserer christlichen Verantwortung für unsere Schöpfung und aus der Verantwortung für Entwicklung und Frieden sehen wir es als unsere Aufgabe an, auf die Notwendigkeit von erneuerbaren Energien hinzuweisen. Als konkretes Beispiel wollen wir das Dach der Kirche St. Wolfgang mit einem größtmöglichen Sonnenkraftwerk ausstatten. Es ist unsere Absicht, durch Beispiele, auf den sorgsamen Umgang mit den begrenzten Ressourcen hinzuweisen.
22 Wie geht es weiter?
Die beiden Anlagen belegen die Hälfte der Kirchendachfläche. Angespornt durch das Rotieren des Einspeisezählers wird die Projektgruppe weiterarbeiten um weitere Anlagen auf dem Kirchendach zu verwirklichen. Hier die Nummer unseres Spendenkontos: 129 100 657 bei der Sparkasse Dieburg (BLZ 508 526 51)
23 Kann ich auch eine Solaranlage auf meinem Wohnhaus aufbauen?
Ja, wenn die Dachfläche nach Süden/Südwesten geneigt ist und die Dachneigung bis 50° beträgt, ist sowohl die Erzeugung von Strom als auch die von warmem Wasser empfehlenswert. Stellen Sie sich vor, Sie stehen unter der Dusche und genießen "hautnah" Wärme von der Sonne. Oder Sie kühlen Ihre Sommerdrinks mit Solarstrom vom eigenen Dach. Fragen Sie uns nach Adressen, Kosten, Voraussetzungen, unseren Erfahrungen,…
24 Ich kann leider keine Solaranlage auf meinem Wohnhaus aufbauen. Kann ich trotzdem etwas in Richtung erneuerbare Energien tun?
Ja, durch Ihre Spende zur Erweiterung der Photovoltaikanlage auf unserem Kirchendach können Sie ihr Engagement für unsere Schöpfung zum Ausdruck bringen. Weitere Finanzierungsmodelle sind denkbar. Diese würden im konkreten Fall geprüft werden.
25 Ist die Förderung von erneuerbaren Energien nicht wirtschaftspolitischer Unfug?
Nein, denn die deutsche Wirtschaft kann dem vorhersehbaren Anstieg der Preise für konventionelle Energien nur dann entgehen, wenn sie sich möglichst rasch von Energieimporten unabhängig macht. Dazu muss aber die Markteinführung der erneuerbaren Energien beschleunigt – nicht gebremst - werden! Ausgaben für die Markteinführung der Erneuerbaren Energien bleiben im Lande und schaffen Arbeitsplätze. Erneuerbare Energien werden durch Markteinführung billiger. Ausgaben für Import von Erdöl, Erdgas, Steinkohle und Uran fließen ins Ausland und werden der deutschen Wirtschaft entzogen. Fossile Energien werden durch weltweiten Anstieg der Nachfrage immer teurer.
26 Was kostet den Verbraucher das Energieeinspeisegesetz?
Das Einspeisegesetz führt zu einem höheren Strompreis. Für 2008 sind das 1,1 Cent pro Kilowattstunde. Für einen Musterhaushalt mit 3500 kWh Verbrauch pro Jahr führt das zu einem Mehrpreis vom 3,10 € pro Monat.
27 Was passiert nach 20 Jahren, wenn der Netzbetreiber die kW/h nicht mehr die Einspeisevergütung bezahlen muss?
Kann die Einspeisung des erzeugten Stromes verweigert werden, oder wird eine verminderte Vergütung bezahlt? Der Gesetzgeber legt im EEG in der Tat "nur" einen Vergütungszeitraum von 20 Jahren plus x Monaten (Inbetriebnahmejahr) fest. In diesem Zeitraum soll der Betrieb der PV- Anlage aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten abgesichert sein. Nach Ablauf des Vergütungszeitraumes besteht aus heutiger Sicht die Möglichkeit, den erzeugten Strom zu dem dann marktüblichen Preis zu verkaufen oder selbst zu verbrauchen.
28 Sind das denn nicht alles nur weltfremde Spinnereien?
Die Enquete-Kommission „Nachhaltige Energiewirtschaft“ des 14. Deutschen Bundestages – weiß Gott keine weltfremde Einrichtung – hält das langfristige Ziel, die Vollversorgung Deutschlands mit Erneuerbaren Energien, in diesem Jahrhundert für technisch und wirtschaftlich erreichbar. Die Erneuerbaren Energien werden bereits im Jahr 2020 die wesentliche Stütze der heimischen Energiegewinnung sein. Bei einer weiteren stetigen Entwicklung sind sie dann kostengünstiger als die herkömmlichen Energieträger. Investitionen heute in Erneuerbare Energien sorgen in Verbindung mit Rahmenbedingungen, die einen fairen Marktzutritt garantieren, für Wachstum, Beschäftigung, Klimaschutz und Versorgungssicherheit - mit unendlich viel Energie. Die Erneuerbaren Energien – Wind, Sonne, Wasser, Bioenergie und Erdwärme – sind die Energieträger der Zukunft. Sie ermöglichen die dauerhafte, weltweite Entwicklung, indem sie die Grenzen endlicher Rohstoff- und Umweltressourcen überwinden. Wir haben keine andere Wahl, wenn die anderen Ressourcen verbraucht sein werden, sind die Erneuerbaren das, was uns geblieben sein wird.
29 Was bringt das mir?
"Ich habe mein Leben gelebt und in 20 Jahren bin ich eh nicht mehr!" Genau wie die Dombaumeister im Mittelalter, die genau wussten, dass frühestens ihre Enkel die Vollendung des großen Werkes erleben würden, stehen auch wir heute vor Unvollendetem oder Begonnenem. Dabei hat der Einsatz für den Erhalt der Schöpfung eine weitaus dramatischere Dimension. Eine wichtigere Aufgabe als die Befreiung aus den atomar-fossilen Energieketten und den kompletten Umstieg in Sonnen-, Wind-, Biomasse-, Wasserkraft- und Erdwärme- Energie gibt es im 21. Jahrhundert nicht. Denn die meisten Probleme der Welt (Klimaveränderung, Armut, Kampf um Energieressourcen, etc.) sind unmittelbar mit dieser Frage verknüpft "Wir haben die Erde nicht geerbt, sondern nur von unseren Kindern geliehen“, so formuliert es ein altes Indianersprichwort.
30 Müssen wir denn wirklich umdenken?
Die Menschheit sitzt noch immer am Lagerfeuer der Steinzeit. Ihr geht aber jetzt der Brennstoff aus. Das Lagerfeuer wärmt, bringt Energie und ermöglicht Kommunikation. Vom Lagerfeuer lässt sich niemand folgenlos fernhalten, denn am Lagerfeuer stehen auch die begehrten Fleischtöpfe. Ohne Energie kein Leben, keine funktionierende Wirtschaft kein Fortschritt und kein Überwinden des Hungers. Gibt es ein Lagerfeuer, bei dem der Stoff niemals ausgeht und das ausreichend ist für die Lebensgrundlagen aller? Ja, das gibt es. Wir müssen nicht weiter in schwarzen Löchern nach Kohle, Gas und Öl oder nach Uran buddeln, wir können das ganz große Lagerfeuer am Himmel anzapfen. Das globale Lagerfeuer für die ganze Menschheit gilt es in einer sich globalisierenden Welt endlich zu entdecken. Die alten Energieträger des alten Lagerfeuers stehen noch wenige Jahrzehnte zur Verfügung - die Sonne und der Wind und das Wasser und die Biomasse noch Jahrmilliarden. An der Energie von ganz, ganz oben können sich alle Menschen "ewig" wärmen.
31 Kann die Wissenschaft denn keine Alternativen entwickeln?
Technik allein wird uns nicht retten. Die solare Energiewende kommt, wenn viele Menschen aus innerem Antrieb dies wirklich wollen. Gesellschaftlich brauchen wir eine ökologische Ethik und politisch eine demokratische Kulturrevolution. Dann eröffnen sich neue Spielräume für eine komplett andere, dezentrale Energieversorgung aus erneuerbaren Energieressourcen. Die alte zentralistische Energiewirtschaft ist weder zukunfts- noch demokratiefähig.
32 Hat die Sonne denn wirklich eine so große Bedeutung?
Der junge Mann aus Nazareth gab schon vor 2000 Jahren diesen deutlichen Hinweis in seiner Bergpredigt: "Unser himmlischer Vater lässt seine Sonne scheinen für gute und für böse Menschen." Also für alle zu allen Zeiten! Kriege um Öl sind unnötig, unsinnig und verbrecherisch. Die Sonne scheint immer für alle. Kein George W. Bush und kein Bin Laden und kein Saddam Hussein hat eine Verfügungsgewalt über die Sonne. Sie scheint auf jedes Dach. Es gibt keine RWE- Sonne, keine Esso-, Aral-, BP- und keine Shell-Sonne. Sie ist menschlicher Verfügungsgewalt entzogen. Und wohl nicht zufällig hat sie einen Sicherheitsabstand zu Erde von 150 Millionen Kilometern. Es ist auch kein Zufall, dass die Sonne in allen Heiligen Schriften der Menschheit ein göttliches Symbol ist. Andererseits muss man kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die USA am Irak und anderen arabischen Ländern nur solange interessiert sein werden wie dort noch die Ölquellen sprudeln.
33 Wie teuer ist die Förderung des Solarstroms?
Aus interessierten Kreisen werden immer wieder hohe Zahlen über Kostenbelastungen gestreut, die den Verbrauchern durch die Förderung des Solarstroms entstehen. Diese Informationen verkennen: Die EEG-Umlagen für die Photovoltaik stellen eine unverzichtbare Investition dar, die sich in Zukunft für alle Bürger rechnen wird. Und: sie ist viel geringer als angenommen.Der Beitrag für die Solarstromförderung betrug im Jahr 2006 für einen durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt nur 61 Cent pro Monat. Pro Kopf sind das lediglich 20 Cent pro Monat. Die zugrunde liegende durchschnittliche Umlage für Solarstrom betrug 0,21 Cent je kWh - dies entspricht knapp 1 Prozent des derzeitigen durchschnittlichen Haushalts-Strompreises.
Eine aktuelle vom BSW-Solar ausgelöste Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hat ergeben, dass die Bürger diesen Beitrag mit hoher Bereitschaft und Sympathie für die Solarenergie leisten. Die große Mehrheit der Bürger wäre sogar bereit, ein Vielfaches der derzeitigen monatlichen Umlage für die weitere Förderung von Solarstrom zu zahlen. Dies bestätigt erneut: die Solarenergie ist und bleibt der Deutschen liebste Energieform.
Zusammengestellung der Fragen und Antworten von Gerhard Werum mit Hilfe diverser Quellen, u. a.: www.sfv.de; www.sonnenseite.de; www.forumue.de; Misereor; Generalkapitel der A. Schulschwestern v.U.L.Fr.; Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE); Pastoralgespräche im Erzbistum Köln; Bayrisches Landesamt für Umweltschutz; Broschüre „Erneuerbare Energien in Zahlen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom Juni 2009